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Die Monatshighlights für Mai 2018 sind online!

Die nächste Stadtteilkonferenz findet am 15. Mai 2018 um 19:00 Uhr in der Rudolf-Roß-Grundschule, Kurze Straße 30 statt.

Ina Schoenenburg. Schmale Pfade | Blickwechsel

(05.04.-17.05.2018)
Zur Eröffnung der Ausstellung mit Ina Schoenenburg am Donnerstag, 5. April um 19 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Es spricht Linn Schröder, Fotografin und Professorin für Fotografie an der HAW Hamburg.

Wild wirkt die Landschaft Brandenburgs in den Fotos von Ina Schoenenburg, dort, wo Deutschland und Polen aneinanderstoßen. Immer wieder taucht die Fotografin tief in diesen Landstrich ein und bringt von ihren Ausflügen bildgewaltige Szenen mit, die voller Brüche sind und gleichzeitig faszinieren und irritieren. Wirken die Landschaften ungezähmt, so sind die Menschen, denen sie begegnet, eigenartig traumverloren. An einem Fluss sitzt ein einsamer Angler. Kinder posieren als Gespenster inmitten einer blühenden Wiese. Eine Frau blickt ungerührt in die Ferne, während Rehe durch ihren riesigen Garten huschen. Der Mensch in der Landschaft stellt ein romantisches Urmotiv dar, das die Fotografin geschickt für ihre Erzählung nutzt. Eine andere Eigenschaft ihrer Bilder ist, dass diese jegliche Gewissheiten vermeiden wollen. Einmal ragt in der Ferne, eingeklemmt zwischen zwei Gebäuden der Kopf eines steinzeitlichen Mammuts hervor. Das Urtier scheint einfach vergessen worden zu sein, um heute an eine in der Eiszeit geschaffene Landschaft zu erinnern, an die Rückstände von Gletschern, die die Natur vor Ort bis jetzt prägen.

Die aus Berlin stammende Fotografin, die oft hierher kommt, weil sie diese Landschaft liebt und weil ihre Eltern hier wohnen, beweist einen emphatischen Blick. So bleibt ihr auch die Härte, die die Idylle birgt, nicht verborgen. Man sieht Sturmschäden, abgesackte Erde, kleine Versehrtheiten der Landschaften, aber auch eine Einsamkeit und Melancholie, die sich in den Begegnungen mit den Porträtierten ablesen lässt. Brandenburg ist dünn besiedelt, in manchen Landstrichen leben nur 25 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Der nächste Nachbar wohnt oft weit weg und es gibt genug Platz, um Eigenheiten zu kultivieren.

In »Blickwechsel«, einer zweiten Serie, nimmt die Fotografin ihre eigene Familie in den Fokus – und sich selbst. Sie untersucht die Beziehung zu ihren Eltern und das Aufwachsen ihrer Tochter. Intimität und Vertrauen im Umgang miteinander sind ebenso sichtbar wie Verstimmung und Erschöpfung. Ina Schoenenburg zeigt ihre Familie seit sieben Jahren, so wie sie diese sieht. Ein liebevoller Blick, der auch die Schwächen einschließt. Die Eltern scheinen nie zu posieren, die Mutter zeigt sich in ihren Gefühlen erstaunlich offen. Ina Schoenenburgs Gespür für das besondere Licht und feine Stimmungen macht die Introspektion zu einem besonderen Erlebnis.

Ina Schoenenburg, 1979 in Ost-Berlin geboren, hat von 2009 bis 2012 Fotografie an der Ostkreuzschule studiert. Seit 2016 ist sie Mitglied der Fotografenagentur Ostkreuz. Ihre Arbeiten erscheinen in zahlreichen Magazinen wie Zeit Magazin, Geo oder Stern. Für ihr Langzeitprojekt »Blickwechsel« erhielt die Fotografin mehrere Auszeichnungen, darunter 2017 den Otto-Steinert-Preis der DGPh und den Vonovia Award. Ina Schoenenburgs Arbeiten sind in Frankreich, Italien, Luxemburg und der Schweiz ausgestellt worden. »Schmale Pfade« wird in der FREELENS Galerie erstmals als Ausstellung präsentiert.

FREELENS Galerie
Alter Steinweg 15
20459 Hamburg
www.freelens.com/galerie/

Cotton Club präsentiert: JANICE HARRINGTON + AMY ZAPF

(27.03.2018)
Janice Harrington, bekannt als Jazz-, Blues- und Gospelsängerin, Produzentin und Schauspielerin stammt aus Cleveland, Ohio, USA und lebt heute in Norddeutschland. Ihre Karriere begann 1969 mit Tourneen durch Südostasien. In Las Vegas stand sie mit Showgrößen wie Frank Sinatra Jr., Sammy Davis Jr. und Lionel Hampton auf der Bühne, der ihr den Spitznamen „One-Woman-Show“ gab. Es folgten Hauptrollen am Theater, in einer erfolgreichen amerikanischen TV-Serie, dazu schrieb und produzierte Janice Harrington mehrere Musicals. Seit den 1980 er Jahren lebt sie in Europa, spielte und tourte mit B. B. King, Joan Armatrading, Linda Hopkins, Champion Jack Dupree oder Big Jay McNeely, hinzu kamen diverse Auftritte in Radio- und Fernsehproduktionen.

Mit ihrem neuen Duoprogramm ist Janice Harrington wieder zu ihren Wurzeln als Blues- & Jazzsängerin zurückgekehrt und hat in der Pianistin, Sängerin und Multi-Instrumentalistin Amy Zapf eine kongeniale Duo-Partnerin gefunden. Gemeinsam haben sie ein mitreißendes Repertoire aus swingendem Jazz und Blues aufgebaut, dass sich u.a. der Sängerin und Komponistin Alberta Hunter widmet. Die Afroamerikanerin aus Memphis, Tennessee feierte ihr größten Erfolge in den 1920er und 30er Jahren, arbeitete u.a. mit Louis Armstrong und Fats Waller und verhalf mit ihren Kompositionen Sängerinnen wie Billie Holiday zu großem Erfolg. Mitte der 1950er Jahre gab sie die Musik zunächst auf und nahm erst im Alter von 82 Jahren ein neues Studioalbum auf, dass ihr ein fulminantes Comeback und den Eintrag in die „Blues Hall of Fame“ verschaffte.

Amy Zapf ist mit dem Rüstzeug einer fundierten Ausbildung auf Klavier, Orgel, Gitarre und Bass und ihrer Vorliebe für Jazz, Blues und afroamerikanische Musik seit 1998 eine feste Größe in der Berliner Musikszene. Bekannt ist die begabte Studiomusikerin und Musikpädagogin vor allem als sensible Begleiterin, die bereits mit zahlreichen Größen der deutschen Musikszene auf der Bühne stand, vom Club bis zum großen Open-Air-Festival sowie zu Firmen- und Staatsanlässen auf Bundes- und Landesebene. Im Bereich des Solo-Jazzklaviers gilt ihr Augenmerk insbesondere dem linearen, „dreihändigen“ Stil Dave McKennas. Amy Zapf ist eine der wenigen Deutschen, die diese faszinierende Stilistik anwendet und lehrt.

Eintritt: AK: 10.00 EUR

COTTON CLUB HAMBURG
Alter Steinweg 10
20459 Hamburg
Web: www.cotton-club.de

Märzlesung im Ledigenheim: Günter Märtens liest „Die Graupensuppe“

(26.03.2018)
Der Musiker und Schauspieler Günter Märtens liest am Montag, den 26. März um 19 Uhr im Erdgeschossraum des Ledigenheims Rehhoffstraße 1 aus seinem biographischen Roman „Die Graupensuppe“. Er ist u.a. bekannt als Bassist bei Ulrich Tukurs Band „Rhythmus Boys“

„Eine Heroinsucht läßt nicht mit sich reden.“

In seinem autobiographischen Roman beschreibt Günter Märtens die jugendliche Achterbahnfahrt zwischen Freundschaft, Verrat, Sehnsucht, überbordender Lust und seiner beinahe tödlichen Heroinsucht.

Er erzählt in witzig-ironischem, ureigenem Ton von absurden Abgründen, tieftraurigen und hochkomischen Momenten, umrahmt vom sozialen und musikalischen Zeitkolorit der späten siebziger und frühen achtziger Jahre.

Eine fulminante Zeitreise durch ein Deutschland, das seine Jugend nicht mehr ver-stand.

Die Lesung ist ein weiterer Abend zugunsten des sozialen und kulturellen Projekts „Das Ledigenheim erhalten!“ in der Hamburger Neustadt. Dafür haben sich seit Spätsommer 2014 immer wieder bekannte Autoren und einzelne Schauspieler in inzwischen 45 Lesungen engagiert. Günter Märtens verzichtet auf ein Honorar. Die Spenden der Besucher kommen dem Projekt zugute (www.rehhoffstrasse.de).

Ledigenheim
Rehhoffstraße 1-3
20459 Hamburg
www.rehhoffstrasse.de

Dieselfahrverbote: Wohin steuert Hamburg?

(07.03.2018)
Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig plant Hamburg Durchfahrtsbeschränkungen für Ende April: auf Teilstrecken der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße. Welche Konsequenzen wird die Entscheidung für die Nutzung von Dieselfahrzeugen in Hamburg haben?

Darüber informieren die Handwerkskammer Hamburg und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. André Schwark, Bereichsleiter im Amt für Verkehr und Straßenwesen, und Fachleute der Handwerkskammer Hamburg stehen auf dem Info-Abend für Fragen der Besucher bereit. Die Teilnahme ist kostenlos:

Diesel-Fahrverbote: Wohin steuert Hamburg?

Informationen und Diskussion

Mittwoch, 7. März 2018, 18:00 bis 19:30 Uhr

Handwerkskammer Hamburg, Holstenwall 12, 20359 Hamburg, Raum 2.04

Eintritt: frei

Anmeldung für Besucher: Bezirke@hwk-hamburg.de  

Die Handwerkskammer bietet als Service außerdem von 17:30 bis 18:00 Uhr an selbem Tag und Ort Beratung zu Fuhrparkoptimierung, E-Mobilitätskonzepten und Förderprogrammen an. Ansprechpartner ist Julian Sahr vom Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik (ZEWU). Die Beratung kann später bei Terminen im Betrieb vertieft werden.

Das Hamburger Handwerk unterstützt ausdrücklich alle Bestrebungen in Bund und Land, nach wirksamen und zugleich wirtschaftlich vertretbaren Maßnahmen zur Schadstoffsenkung zu suchen. Über die Hamburger Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität und die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz engagiert sich die Handwerkskammer mit ihrem ZEWU seit Jahren in der betrieblichen Mobilitätsberatung. Die Hamburger Kammer bot im Dezember 2017 als eine der ersten in Deutschland Probefahrten mit den ersten praxistauglichen Elektrotransportern an.   

GUDBERG NERGER: FELIX ECKARDT – URBAN VIBES

(02.03.-01.04.2018)
Wie fühlt sich die moderne Stadt an? Wie kann man das pulsierende Leben, die urbanen Energien, Dynamiken, Vibes verbildlichen? Felix Eckardts Malereien laden den Betrachter dazu ein, in Stadtlandschaften einzutauchen, die mehr Emotion als Situation sind. Flirrende Lichter und schillernde Farben lösen die Bilder in tanzende Farbpunkte auf, erinnern an eine nächtliche Taxifahrt in einer der Metropolen dieser Welt, an New York, London, Berlin oder Hamburg. Selten wissen wir, von welcher Stadt der Künstler erzählt, vielmehr geht es um den Typus der Stadt als solchen, um einen Allgemeinplatz der zur Besonderheit wird. Denn es sind die kleinen flüchtigen Momente, deren Schönheit wir im hektischen Alltag oft übersehen, die Felix Eckardt für uns auf Leinwand bannt.

Kleine Schätze, die er auf seinen Streifzügen entdeckt und in Malerei festhält, Urban Vibes, die vom Kommen und Gehen erzählen. Baudelaire hätte seine Freude an diesen Bildern gehabt, die den dandyhaften Flaneur des 19. Jahrhunderts durch den globalen Weltenbummler des 21. Jahrhunderts ersetzen. 

Eröffnung am Freitag, den 2. März 2018 
Laufzeit der Ausstellung: bis 1. April 2018
Ort: Gudberg Nerger Gallery, Poolstraße 8, 20355 Hamburg
Öffnungszeiten: MO – FR 10:00 – 18:00, SA 12:00 – 18:00

GUDBERG NERGER
Poolstrasse 8
D-20355 Hamburg
www.gudbergnerger.com